Mammatumor – Tumoren der Milchleiste

Was ist ein Mammatumor?

Als Mammatumore werden gut- oder bösartige Tumore in der Gesäugeleiste bezeichnet. Beim Hund hat sich gezeigt, dass ca. 50% der Mammatumore bösartig sind. Hunderassen, wie der Spaniel, der Pudel und der Dackel scheinen laut einigen Studien ein deutliches höheres Risiko für Mammatumore zu haben. Rüden erkranken im Vergleich zu den Hündinnen nur sehr selten (ca. 1%) an einem Mammatumor.

Bei Katzen ist die Prognose leider nicht so gut, in rund 80-90% der Fälle handelt sich bei einem Knoten in der Gesäugeleiste um ein bösartiges Adenokarzinom.

Tipp: Wie bei uns Menschen auch, sollten Sie in regelmäßigen Abständen die Gesäugeleiste (Zitzen und umliegendes Drüsengewebe) Ihres Vierbeiners auf Knoten untersuchen. Denn häufig ist eine Umfangsvermehrung in der Gesäugeleiste ein Zufallsbefund bei der durch uns durchgeführten jährlichen allgemeinen Untersuchung.

Welche Faktoren haben Einfluss auf die Entstehung von Mammatumoren?

Zeitpunkt der Kastration der Hündin und der Katze

Verglichen mit dem hohen Risiko bei einer unkastrierten Hündin, senkt eine frühe Kastration die Wahrscheinlichkeit der Entwicklung eines Mammatumors erheblich.

Je später die Kastration durchgeführt wird, desto höher ist auch das Risiko für die Tumorbildung. Mit einer Kastration nach der 2. Läufigkeit kann keine weitere Risikominimierung für bösartige Mammatumore erreicht werden. Trotzdem kann mit einer späten Kastration das Risiko, an gutartigen Mammat