Unsere Leistungen
Onkologie – Krebstherapie für Haustiere
Wir bieten Ihnen ein gezieltes präventives, diagnostisches und therapeutisches Leistungsportfolio für die Erkrankung Ihres Vierbeiners, zu ihren persönlichen Möglichkeiten, und für die individuellen Bedürfnisse Ihres Tieres an.
Ebenso bieten wir eine Zweitmeinung an.
Unsere Säulen der Krebstherapie:
1. Säule – Krebsprävention
Laut einigen Studien erkrankt jede sechste Katze und jeder vierte Hund an Krebs. Etwa 50% der Hunde im Alter von mehr als 10 Jahren sterben an Folgen einer Krebserkrankung.
Dies sind nur einige Zahlen, die zeigen, welche Wichtigkeit eine sogenannte Krebsprävention hat. Sie als Tierbesitzer*in können einen großen Beitrag leisten, für ein langes und gesundes Leben Ihres geliebten Vierbeiners. Denn obwohl die Veterinäronkologie immense Fortschritte in den letzten Jahren verzeichnet hat und die Behandlung und auch Diagnostik ähnlich wie in der Humanmedizin kaum noch eine Möglichkeit offenlässt. Kann man nicht genug betonen, wie wichtig es ist die Erkrankung erst gar nicht entstehen zu lassen oder so früh wie möglich zu erkennen.
Tipps zur Senkung der Risikofaktoren einer Krebserkrankung:
2. Säule – Chemotherapie (klassische Form)
Bei einer Chemotherapie handelt es sich um eine medikamentöse Therapie gegen Krebs. Die verwendeten Medikamente werden als Zytostatika bezeichnet. Zytostatika sind Stoffe, die das Zellwachstum bzw. die Zellteilung beeinflussen und stören. In der Regel kommen Zytostatika systemisch zum Einsatz, sie werden als Infusion oder als Tablette verabreicht und verteilen sich so über den Blutkreislauf im ganzen Körper. So werden sowohl der Tumor als auch einzelne Krebszellen bekämpft, die durch die Blut- und Lymphbahnen wandern. Die Chemotherapie erfolgt bei unseren tierischen Patienten ambulant, so dass das Ihr Tier nach Verabreichung Chemotherapie und einer kurzen Beobachtungsphase wieder nach Hause gehen darf. Je nach Tumorart werden unterschiedliche Behandlungsprotokolle und Medikamente verwendet.
Grundsätzlich werden bei Hunden und Katzen deutlich geringere Dosierungen als beim Menschen gewählt, um Nebenwirkungen auf ein Minimum zu beschränken. Eine gute Lebensqualität hat bei dieser Form der Therapie oberste Priorität. Viele Tumoren lassen sich mittels Chemotherapie über eine längere Zeit gut kontrollieren, einige sogar ganz heilen.
Bei der klassischen Chemotherapie wird eine maximale Dosis an Medikamenten über einen relativ kurzen Zeitraum verabreicht. Danach folgt eine Therapiefreie Zeit, in der sich die normalen Gewebe erholen können. In der Tiermedizin werden nur selten alle Tumorzellen mit einer klassischen Chemotherapie abgetötet. Was man nicht vergessen sollte, Chemotherapeutika sind Medikamente, welche durch Veränderungen im Zellkern zum Zelltod führen. Besonders stark zerstörende Wirkung haben Chemotherapeutika auf schnell teilende Zellen – dies sind vor allem Tumorzellen. Auch einige normale körpereigene Zellen, wie Knochenmarkszellen und Magen-Darm-Zellen, haben eine hohe Zellteilungsrate und sind daher leider besonders empfindlich auf Chemotherapeutika. Die Zerstörung solcher „normalen“ Zellen kann zu Nebenwirkungen führen. Frau Adriana Munteanu wird mit Ihnen die Vor- und Nachteile einer Chemotherapie im Detail besprechen.
3. Säule – Metronomische Chemotherapie
Der Begriff metronomische Chemotherapie wurde im Jahre 2000 erstmals öffentlich beschrieben. Bei der metronomischen Chemotherapie werden Zytostatika in niedrigen Dosierungen in kurzen Abständen über einen langen Zeitraum oral verabreicht. Die Nebenwirkungen sind minimal. Ziel dieser Therapie ist es, das Umfeld für den Tumor so zu verändern, dass er sich in seinem Wachstum verzögert und die Entstehung von Metastasen reduzieren. Diese Therapie ist nicht um jeden Preis auf eine Heilung ausgerichtet. Die metronomische Chemotherapie möchte das Tumorwachstum kontrollieren, um unseren Patienten ein möglichst langes Leben mit der chronischen Krankheit Krebs zu ermöglichen. Diese Art der Therapie erfordert ein Umdenken in der Krebsbehandlung. Durch diese geänderte Denkweise betreuen wir Patienten und Ihre Besitzer*innen, mit dem Krebs so lange wie möglich mit guter Lebensqualität zu leben. Angesichts dieser geänderten Ansicht zeigt sich die metronomische Chemotherapie als sehr erfolgreich.
Bei der metronomischen Chemotherapie wird eine geringe Menge an Zytostatika für die Chemotherapie verabreicht, dafür in der Regel täglich ohne Pausen bis zum Lebensende. Diese Behandlung wirkt auf die Endothelzellen der tumoreigenen Gefäße, diese Blutgefäße benötigt der Tumor für seine Versorgung und Wachstum. Ab einer Größe von zwei Millimetern benötigt ein bösartig wachsender Tumor eine eigene Blutversorgung, um seinen Bedarf an Nährstoffen und Sauerstoff sicherzustellen. Krebstumoren verfügen daher über ausgeklügelte Mechanismen, mit deren Hilfe sie Blutgefäße zum Aussprossen anregen können. Die metronomische Chemotherapie hilft dem T-Zellen des eigenen Immunsystem gegen den Tumor anzukämpfen.
Welche Vorteile hat eine metronomische Chemotherapie?
Wie wird eine metronomischische Chemotherapie durchgeführt?
Zur Tumorbehandlung stehen eine Reihe von Zytostatika und ein NSAID (Entzündungshemmer) zur Verfügung. Diese Medikamente werden mit einer niedrigen Dosis (zwischen 5-25% der „Standard“-Dosis) zur Krebstherapie gegeben. Aufgrund des geringen Körpergewichtes, im Vergleich zum Menschen, benötigen Hunde und Katzen meist eine spezielle Dosierung der Medikamente. Diese Dosisanpassung lassen wir individuell über eine mit uns zusammenarbeitende Apotheke im MKK für Ihren Vierbeiner abfüllen.
Zu den Zytostatika werden in der Regel noch zusätzliche Medikamente kombiniert, um ihre Wirkung zu verbessern.
Mit welchen Nebenwirkungen ist bei einer metronomischen Chemotherapie zu rechnen?
Diese Art der Behandlung wird gut vertragen. Die Häufigkeit der Nebenwirkungen beträgt 10 – 40 %, abhängig davon wie oft und in welcher Dosis die Zytostatika verabreicht werden. Die Nebenwirkungen sind typischerweise mild, zum Beispiel erbrechen oder leichter Durchfall. Diese Nebenwirkungen sind selbstlimitierend oder in der Regel gut zu behandeln.
Die metronomische Chemotherapie hat sich in der Tiermedizin als besonders hilfreich bei der Behandlung von Weichteiltumoren und insbesondere dem Hämangiosarkom der Milz gezeigt. Durch die individuelle Zusammenstellung der Therapie, konnten bereits sehr gute Ergebnisse, auch bei anderen Tumorarten mit der metronomischen Chemotherapie verzeichnet werden.
4. Säule – Onkologische Chirurgie
Gemeinsam mit unserem Chirurgenteam werden Operationen bei Krebspatienten geplant und durchgeführt. Der entfernte Tumor wird im Anschluss an die Operation in ein externes Labor geschickt, um diesen pathohistologisch zu untersuchen. „Denn nur wer seinen Feind kennt, kann gegen ihn ankämpfen“. Auch in Bezug auf eine geplante weiterführende Therapie (Chemotherapie und/oder Bestrahlung) ist es besonders wichtig die Tumorzellen zu differenzieren. Oft ist eine chirurgische Entfernung auch eine therapeutische Notwendigkeit, um die Lebensqualität zu erhalten.
5. Säule – Komplementärmedizin
Homöopathische Behandlung: Tarantula cubensis ist nur eins von vielen homöopathisches Arzneimittel, welche in der komplementären Tumortherapie eingesetzt wird. Tarantula cubensis wird aus der kubanischen Vogelspinne gewonnen wird, wir setzen es beispielsweise in Kombination mit einem natürlichen Medikament zur Unterstützung des Lymphsystems bei Mammatumoren ein. In einer Studie konnte gezeigt werden, dass Tarantula cubensis das Wachstum von Mammatumoren negativ beeinflusst. Während der Anwendung kam es zu einer Verkleinerung und besseren Abgrenzbarkeit der Tumore. Daher kann die Behandlung bereits vor einem operativen Eingriff und im Nachgang angewendet werden.
Misteltherapie: Die Therapie mit einem Mistelpräparat wird in der Humanmedizin schon lange als Ergänzung einer Tumortherapie erfolgreich eingesetzt und findet jetzt auch seinen Platz in der Veterinärmedizin.
Biologische Tumortherapie: Die biologische Tumor-Therapie von Heel hat sich als begleitende Therapie bewährt. Das biologische Therapiekonzept ist auch geeignet für die konservative Behandlung, wenn eine Operation nicht mehr möglich sein sollte und eine Chemo- oder Bestrahlungstherapie nicht mehr gewünscht wird. Auch als Prämedikation vor einer geplanten OP sehr hilfreich, da es den Tumor komprimiert.
6. Säule – Ernährung
Die meisten verbinden mit der klassischen Krebstherapie, die 3 Säulen Operationen, Chemo- und Bestrahlungstherapien. Allerdings haben sich die Therapiemaßnahmen in den letzten Jahren massiv verändert, sodass wir Krebspatienten immer individueller und ganzheitlicher behandeln können.
Besonders wichtig ist dabei die Unterstützung des Immunsystems unserer Patienten. Daher spielt auch die Ernährung eine große Rolle bei der Krebstherapie. Wussten Sie schon, dass Brokkoli ein absoluter Geheimtipp ist.
2018 wurde eine interessante Entdeckung publiziert, die möglicherweise in der Krebstherapie beim Hund künftig eine große Rolle spielen könnte Seit vielen Jahren schon im Trend: Kreuzblütler, insbesondere Brokkoli. Wussten Sie, dass Ronald Reagan nach seiner Krebstherapie eine Brokkolikur gemacht und seine Diagnose 19 Jahre überlebt hat? Das lag natürlich nicht nur an dem Brokkoli. Fest steht jedoch, dass das in Brokkoli enthaltene Sulforaphan eine antimikrobielle Wirkung und antioxidative Eigenschaften hat. Beides wichtig im Kampf gegen den Krebs. Forschergruppen haben herausgefunden, dass Sulforaphan einen wichtigen Beitrag zur Krebstherapie leisten kann, denn es greift die aggressiven Tumorstammzellen an. Diese überleben meist die Chemotherapie und können zu neuen Tumoren führen. Sind die Stammzellen dank Sulfopharan geschwächt, können sie auf eine Chemotherapie ansprechen.
Genauso wichtig sind:
7. Säule – Strahlentherapie
Die Strahlentherapie wird unter anderem bei Krebs angewendet und ist eine der drei klassischen Säulen der Onkologie. Sie wird also bei unseren Tieren, genau wie beim Menschen, zur Bekämpfung von gutartigen und bösartigen Tumoren eingesetzt. Die Strahlentherapie ist wie die Chirurgie eine lokale Behandlungsform. Das bedeutet, dass Tumoren und Metastasen gezielt bestrahlt werden, weshalb auch die Nebenwirkungen der Strahlentherapie lokal auftreten. Nicht alle Tumoren und Gewebe sind gleich strahlenempfindlich, das heißt sie reagieren unterschiedlich auf die Strahlentherapie. Deshalb ist eine sorgfältige Aufarbeitung jedes einzelnen Patienten sehr wichtig. Die ideale Therapie für einen bestimmten Tumor kann aus mehreren Komponenten bestehen. So werden manche Tumoren zuerst operiert und dann bestrahlt, man spricht dann von einer adjuvanten Strahlentherapie. Auch der umgekehrte Fall ist möglich: erst Bestrahlung, dann Operation. Dies nennt man neoadjuvant. Manchmal ist eine Chemotherapie im Anschluss an die Bestrahlung sinnvoll. Es gibt sogar die direkte Kombination, die Radiochemotherapie. Hier macht man sich die verstärkende Wirkung der Chemotherapie bei der Bestrahlung zunutze, die eingesetzten Medikamente heißen Radiosensibilisatoren (Quelle: Wie funktioniert Strahlentherapie?). Wir arbeiten in Kooperation mit der Equinox Healthcare in Linsengericht.
Krebsdiagnose beim Tier – Gemeinsam den richtigen Weg finden
In der Tiermedizin gibt es selten nur eine einzige Therapieoption. Gerade bei einer Krebsdiagnose stehen Tierhalter:innen vor schwierigen Entscheidungen. Eine fundierte Zweitmeinung schafft Klarheit, Sicherheit und Orientierung.
Seit vielen Jahren gibt es hochqualifizierte onkologische Tiergesundheitszentren und Fachtierärzte für Onkologie, welche auf einem sehr hohen medizinischen Niveau diagnostizieren, therapieren und beraten. Heutzutage ergeben sich durch die moderne Tiermedizin, umfangreiche Therapiemöglichkeiten ähnlich der Humanmedizin für ihr Tier. Strahlentherapie, Chemotherapie und onkologische Chirurgie sind oft erfolgreich und werden immer häufiger eingesetzt.
Doch ist es auch die geeignete Therapie für IHR Tier?
Wir sprechen hier nicht von einer medizinisch optimalen standardisierten Behandlungsmethode und Therapieleitlinien. Oft erleben wir sehr verunsicherte Patientenbesitzer*innen, welche mit der Diagnose Krebs beim eigenen Tier konfrontiert wurden. Die Situation ist sehr belastend und viele Fragen stehen im Raum.
Eine Zweitmeinung in unserer onkologischen Sprechstunde oder Onlinesprechstunde erstreckt sich dabei nicht nur auf eine onkologische Fachberatung, sondern schließt Aspekte der metronomische Chemotherapie, Ernährung, Schmerztherapie und die komplementären Therapieverfahren mit ein. Dadurch wird erreicht, dass Sie als Patientenbesitzer*in umfänglich über die aktuelle Krankheitssituation und die therapeutischen Möglichkeiten sowie die Krankheitsprognose informiert werden.
Wir erstellen, auf Wunsch im Nachgang an ein ausführliches Beratungsgespräch einen individuellen Therapieplan für Ihren Vierbeiner.
Für eine Beratung müssen Sie nicht in unsere Praxis kommen. Über unsere Online-Serviceplattform können Sie einen online Beratungstermin für eine onkologische Zweitmeinung buchen – Frau Adriana Munteanu steht Ihnen für Ihre Fragen gerne zur Verfügung.
Auf Wunsch erstellen wir auch einen individuellen Therapieplan für Ihren Vierbeiner.
So führen wir eine Zweitdiagnose für Ihr Tier durch
Kontakt aufnehmen / Termin vereinbaren
Weiter unten finden Sie einen Button um einen Termin zu buchen. Die Termine können mit einer Vorlaufzeit von 2 Tagen gebucht werden. So haben wir im Vorfeld Zeit Ihre Unterlagen durchzugehen und uns auf den Termin vorzubereiten. Die Termine werden Stufenweise, i. d. R. im 4 Wochen-Takt, freigegeben.
Fragebogen ausfüllen
Um den Gesundheitszustand Ihres Tieres bewerten zu können, senden wir Ihnen nach der Terminbuchung Links zu zwei Fragebögen zu mit der Bitte diesen auszufüllen.
Dokumente versenden
Am Ende des Fragebogens können Sie eventuell schon wichtige vorhandene Dokumente hochladen.
Gewissheit bekommen
Auf Basis der von Ihnen eingereichten Informationen erhalten Sie eine individuelle Beratung und Therapieeinschätzung für ihr vierbeiniges Familienmitglied – auf Wunsch – können wir Ihnen nach dem Beratungsgespräch einen individuellen Therapieplan für Ihr Tier erstellen. Uns ist wichtig, was Sie als Tierbesitzer*in wollen und wir prüfen, ob sich die Therapie für Sie und ihr Tier überhaupt eignet ist.
Preise für eine Zweitmeinung
Onkologische Beratung
mit Auswertung von Fremdbefunden
Mit Auswertung von Fremdbefunden
Telefonisches Erstgespräch ca. 20 – 30 Minuten
Preis: 97,16 EUR brutto
Zahlung per PayPal
Onkologische Beratung
ohne Auswertung
Ohne Auswertung von Fremdbefunden
Telefonisches Erstgespräch ca. 20 Minuten
Preis: 54,94 EUR brutto
Zahlung per PayPal
Ihre Tierärztin für Onkologie

Adriana Munteanu
Die Onkologie in der Tiermedizin bildet einen besonderen Schwerpunkt der tierärztlichen Arbeit von Adriana Munteanu. Dabei verbindet sie ihr spezialisiertes Fachwissen gezielt mit einer individuellen Betreuung onkologischer Patienten.
Sie betreut insbesondere Patienten mit Tumorerkrankungen, bei denen eine individuelle Betreuung und die Lebensqualität des Tieres im Mittelpunkt stehen. Durch zahlreiche Fortbildungen und ihre Hospitation im VetSpezial Zentrum für Kleintiermedizin vertiefte sie ihr Fachwissen durch die direkte Arbeit mit spezialisierten Onkologen und onkologischen Patienten.
