Unsere Leistungen

Internistische Sprechstunde für Hund und Katze in Biebergemünd

In unserer Praxis bieten wir eine spezialisierte internistische Sprechstunde für Hunde und Katzen an.

Die Sprechstunde findet jeden Mittwoch in unserer Praxis in Biebergemünd – Kassel statt.

Die Behandlung erfolgt durch Dr. med. vet. Paola Bruggeman, Tierärztin mit fundierter Erfahrung in der inneren Medizin und moderner Diagnostik.

Was umfasst die internistische Sprechstunde?

Die internistische Untersuchung dient der gezielten Abklärung, Behandlung und langfristigen Betreuung von Erkrankungen der inneren Organe. Dazu zählen unter anderem Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, der Atemwege, des Herzens, der Nieren, der Leber sowie des Hormonsystems.

Viele innere Erkrankungen zeigen sich zunächst durch unspezifische Symptome. Dazu gehören zum Beispiel: Gewichtsverlust, Erbrechen, Durchfall, Husten, vermehrtes Trinken, Appetitlosigkeit, Leistungsabfall oder allgemeine Schwäche. Gerade bei unklaren Beschwerden ist eine strukturierte Diagnostik entscheidend, um die Ursache sicher zu erkennen.

Ziel der internistischen Untersuchung ist es, die Ursache dieser Beschwerden möglichst genau zu erkennen. Auf dieser Grundlage erstellen wir eine individuelle Therapie, die zu Ihrem Tier, zur Diagnose und zur jeweiligen Lebenssituation passt.

Ein wichtiger Bestandteil der internistischen Diagnostik ist die Ultraschalluntersuchung bei Hund und Katze. Sie ermöglicht eine schonende und aussagekräftige Beurteilung vieler innerer Organe.

Ultraschalluntersuchung bei Hund und Katze

Die Ultraschalluntersuchung ist eine schmerzlose und schonende Untersuchungsmethode. Sie ermöglicht es uns, Organe nicht nur in ihrer Größe und Form zu beurteilen, sondern auch ihren inneren Aufbau und die Gefäßversorgung genauer darzustellen. Dadurch können häufig Veränderungen erkannt werden, die bei einer Röntgenuntersuchung unentdeckt bleiben.

In unserer Praxis führen wir unter anderem Ultraschalluntersuchungen der Bauchorgane durch. Dazu gehören beispielsweise Blase, Nieren, Nebennieren, Lymphknoten, Magen-Darm-Trakt, Bauchspeicheldrüse, Milz, Leber, Gefäße und Genitaltrakt. Auch Trächtigkeitsuntersuchungen sind möglich.

Zusätzlich bieten wir ultraschallgeleitete Feinnadelaspirationen und Punktionen an. Wenn im Ultraschall auffällige Veränderungen an Organen, Lymphknoten oder Gewebe sichtbar werden, können wir unter direkter Ultraschallkontrolle gezielt Proben aus dem betroffenen Bereich entnehmen. Die gewonnenen Zellen werden anschließend zytologisch untersucht. Dabei werden sie aufbereitet, angefärbt und unter dem Mikroskop beurteilt. So erhalten wir wichtige Hinweise darauf, ob es sich beispielsweise um eine Entzündung, eine Zellveränderung oder einen tumorverdächtigen Prozess handelt. Für Sie als Tierbesitzer:in entsteht dadurch mehr diagnostische Sicherheit und eine bessere Grundlage für die weitere Behandlung Ihres Tieres.

Für eine präzise Diagnostik steht uns ein modernes Ultraschallgerät mit Farbdoppler und verschiedenen Sonden zur Verfügung. Je nach Fragestellung und Größe des Tieres wählen wir die passende Sonde aus. Die Untersuchung kann in der Regel im Wachzustand und ohne Sedierung durchgeführt werden.

Bei welchen Beschwerden ist die internistische Sprechstunde sinnvoll?

Die internistische Sprechstunde eignet sich besonders bei:

  • unklaren Symptomen ohne eindeutige Ursache
  • chronischen Erkrankungen
  • wiederkehrenden Magen-Darm-Problemen
  • Gewichtsverlust oder Appetitveränderungen
  • vermehrtem Trinken oder Urinieren
  • Atemproblemen oder Leistungsschwäche

Wichtige Informationen zum Ultraschalltermin

Damit die Ultraschalluntersuchung der Bauchorgane möglichst aussagekräftig ist, bitten wir Sie, einige Punkte vor dem Termin zu beachten.

Ablauf der Ultraschalluntersuchung

Eine ausführliche Ultraschalluntersuchung der Bauchorgane bei Hunden und Katzen dauert in der Regel etwa 15 bis 20 Minuten. Während der Untersuchung liegt Ihr Tier auf einem weichen Lagerungskissen.

Damit eine gute Bildqualität möglich ist, muss die zu untersuchende Stelle, meist der Bauch, häufig rasiert werden. Anschließend wird ein spezielles Ultraschallgel aufgetragen, damit der Schallkopf optimalen Kontakt zur Haut hat. Der Untersuchungsraum wird während des Ultraschalls abgedunkelt, damit die Bilder besser beurteilt werden können.

Die Untersuchung erfolgt meist in rechter Seitenlage oder Rückenlage. Bei bestimmten Fragestellungen kann es notwendig sein, das Tier umzulagern oder im Stehen zu untersuchen. Sie dürfen währenddessen gerne beruhigend am Kopf Ihres Tieres bleiben.

Futterpause vor dem Ultraschall

Für Hunde empfehlen wir vor einer Ultraschalluntersuchung der Bauchorgane eine Futterpause von mindestens 12 Stunden. Katzen sollten etwa 6 Stunden vor der Untersuchung kein Futter mehr bekommen.

Bei Heimtieren ist keine lange Nahrungskarenz notwendig. Sie dürfen bis etwa 30 Minuten vor der Untersuchung fressen.

Trinken ist bis zur Untersuchung erlaubt und sogar erwünscht. Ein flüssigkeitsgefüllter Magen kann im Ultraschall besser beurteilt werden.

Harnblase möglichst gefüllt lassen

Für bestimmte Fragestellungen ist eine gut gefüllte Harnblase hilfreich. Bitte vermeiden Sie daher kurz vor dem Ultraschalltermin ausgedehnte Spaziergänge. Idealerweise sollte Ihr Hund etwa 2 Stunden vor der Untersuchung keine Wiese mehr aufsuchen.

Bei Katzen kann es helfen, das Katzenklo etwa 2 Stunden vor dem Termin vorübergehend zu entfernen. Zusätzlich können Sie etwa 1 Stunde vor der Untersuchung etwas schmackhaftes Wasser anbieten, zum Beispiel ungesalzene Hühnerbrühe oder eine kleine Menge Katzenmilch-Wasser-Gemisch.

Vorbereitung auf eine Blutentnahme

Auch für eine geplante Blutuntersuchung kann eine kurze Nahrungskarenz wichtig sein. Einige Blutwerte lassen sich nüchtern zuverlässiger beurteilen.

In der Regel empfehlen wir, Hunde 12 Stunden und Katzen 6 Stunden vor der Untersuchung nüchtern zu lassen.

Freigängerkatzen sollten vor der Blutabnahme im Haus bleiben. So lässt sich vermeiden, dass sie draußen fressen, zum Beispiel bei Nachbarn oder durch Beutetiere.

Bei Notfällen oder dringenden Blutuntersuchungen ist eine Blutabnahme meistens auch ohne Futterpause möglich. Wichtig ist nur, dass wir darüber informiert sind, damit wir die Werte entsprechend einordnen können.

Medikamente vor der Blutuntersuchung

Wenn Ihr Tier regelmäßig Medikamente bekommt, sprechen Sie uns bitte bereits bei der Terminvereinbarung darauf an. Bei bestimmten Medikamenten ist der Zeitpunkt der Blutentnahme besonders wichtig.

  • Phenobarbital:
    Blutentnahme etwa 1 Stunde vor der regulären Tablettengabe
  • Vetoryl / Trilotab bei Cushing:
    Blutentnahme unmittelbar vor der Tablettengabe
  • Schilddrüsenmedikamente beim Hund:
    Blutentnahme etwa 4 bis 6 Stunden nach der Tablettengabe
  • Schilddrüsenmedikamente bei der Katze:
    Der genaue Zeitpunkt der Medikamentengabe spielt für die Blutuntersuchung meist keine gesonderte Rolle.
    Bei Schilddrüsenerkrankungen ist zusätzlich eine Blutdruckkontrolle sehr empfehlenswert.

Handelt es sich um einen Notfall oder eine dringende Blutuntersuchung, ist eine Blutabnahme in der Regel auch ohne eine Futterkarenz möglich. Wir müssen es nur wissen, um diesen Umstand bei der Interpretation der Blutwerte mit einbeziehen.

Ihre Tierärztin in der internistischen Sprechstunde

Dr. med. vet. Paola Bruggeman

Mit großer Leidenschaft für Innere Medizin und Dermatologie verbindet
Dr. Paola Bruggeman fundierte tierärztliche Erfahrung mit einer ruhigen, einfühlsamen Betreuung. Sie nimmt sich Zeit für ihre Patienten und entwickelt auch bei komplexeren Krankheitsbildern individuelle Behandlungspläne.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Sonographie. Ihre langjährige Erfahrung in der Ultraschalldiagnostik bildet eine wichtige Grundlage für die sorgfältige Abklärung anspruchsvoller Fragestellungen der Inneren Medizin. Bei weiterführenden sonographischen Fragestellungen ist sie auch für regionale Kolleginnen und Kollegen eine erfahrene Ansprechpartnerin.

Durch regelmäßige Fortbildungen in Sonographie, Dermatologie und Katzenmedizin bleibt Dr. Bruggeman fachlich stets auf dem neuesten Stand und bringt aktuelles Wissen direkt in die Behandlung ihrer Patienten ein.