Warum eine Einschläferung immer der letzte Weg sein sollte und sich kämpfen so oft schon gelohnt hat 🐾❤️
Heute möchten wir euch die Geschichte von Bella erzählen – eine Geschichte, die uns jeden Tag aufs Neue zeigt, warum es sich lohnt, für ein Leben zu kämpfen und niemals vorschnell aufzugeben.
Bella, eine junge Labradorhündin, stammt aus einer unseriösen Vermehrung. Einige Monate nach ihrer Geburt wurde bei ihr ein Megaösophagus diagnostiziert. Dabei handelt es sich um eine krankhafte Erweiterung der Speiseröhre, die dazu führt, dass Futter und Flüssigkeit nicht normal in den Magen transportiert werden können. Die Erkrankung bringt besondere Herausforderungen mit sich und erfordert ein konsequentes Fütterungsmanagement sowie eine intensive Betreuung.
Die Diagnose wurde nach einem akuten Vorfall in einer Tierklinik mittels CT gestellt. Leider stellte sich die Versorgung von Bella im damaligen Zuhause als sehr schwierig heraus. Schließlich wurde sie in unserer Praxis vorgestellt – mit dem Wunsch, sie einschläfern zu lassen.
Doch wir sahen etwas anderes: einen jungen Hund mit Lebensfreude, Neugier und dem Willen zu leben.
Also entschieden wir uns, Bella als Praxis zu übernehmen.
Heute lebt Bella bei einer unserer Geschäftsführerinnen und bereichert das Leben auf turbulente Art und Weise. Sie genießt ihr Leben in vollen Zügen, liebt es zu spielen, zu entdecken und hält uns – ganz labradortypisch – mit ihrem Temperament und ihren kleinen Streichen ordentlich auf Trab. Auch als Praxisbegleithund macht sie ihre Sache großartig und bereichert unseren Alltag jeden Tag aufs Neue.


Warum erzählen wir euch diese Geschichte?
Weil Bella ein wunderbares Beispiel dafür ist, dass man eine Diagnose niemals isoliert betrachten sollte. Natürlich benötigt sie ein spezielles Fütterungsmanagement, eine angepasste Ernährung, Medikamente, Physiotherapie, Akupunktur, Nahrungsergänzungsmittel uvm. und dies ein Leben lang. Bei Bellas Erkrankung gibt es keine reine medizinische Behandlung, es ist ein ganzheitlicher Therapieansatz und wie man sieht mit Erfolg!
Bella erhält regelmäßig Physiotherapie, gezielte Übungen zur Stärkung des Zungengrundes sowie spezielle Massagetechniken, dieser ursprünglich aus der Schweiz stammende Therapieansatz zielt darauf die physiologischen Funktionen des Körpers bestmöglich zu unterstützen. Diese Maßnahmen ersetzen keine Medikamente oder ein individuelles Fütterungsmanagement, können aber ergänzend dazu beitragen, die Lebensqualität erheblich zu verbessern.
Wenn wir heute auf Bellas Entwicklung blicken, können wir nur sagen: Es hat sich gelohnt.
Jeden einzelnen Tag.
Auch wenn damals die Empfehlung von der Tierklinik ausgesprochen wurde, Bella aufgrund der schlechten Prognose gehen zu lassen, zeigt uns ihr Weg eindrucksvoll, dass es oft mehr Möglichkeiten gibt, als man zunächst vermutet. Natürlich bedeutet dies Zeit, Engagement und Verantwortung. Aber der Verlust von Lebensqualität entsteht nicht allein durch eine Diagnose. Entscheidend ist vielmehr, ob wir Wege finden, einem Tier trotz seiner Erkrankung die Freude und Lebensqualität zu erhalten.
Als Praxisteam sind wir unglaublich glücklich, dass Bella ein Teil der Praxishundegruppe geworden ist und heute ein fröhliches, erfülltes Hundeleben führen darf.
Unsere Botschaft lautet deshalb:
Jede Erkrankung verdient eine ganzheitliche Betrachtung. Es gibt oft zahlreiche Möglichkeiten ein Tier schulmedizinisch medikamentös, therapeutisch und auch naturheilkundlich unterstützend zu begleiten. Nicht jede Diagnose bedeutet das Ende eines lebenswerten Lebens. Manchmal braucht es Menschen, die bereit sind, neue Wege zu gehen und Chancen zu erkennen.
Bella zeigt uns jeden Tag, dass eine Diagnose nicht immer über das Leben eines Tieres entscheidet. Entscheidend sind auch die Menschen, die bereit sind Chancen zu sehen, neue Wege zu gehen und einem Tier die Möglichkeit zu geben, ein glückliches und erfülltes Leben zu führen. ❤️🐾
