Kaninchen Impftag

Liebe Kaninchenhalter:innen,

am Kaninchen-Impftag können Kaninchen gegen Myxomatose, RHD 1 und RHD 2 zu vergünstigten Konditionen (1-fachen GOT-Satz) geimpft werden. Je mehr Kaninchen geimpft werden können, desto günstiger wird der Impfstoff pro Tier.

Bitte beachten Sie:
Um einen reibungslosen Ablauf zu garantieren bitten wir um frühzeitige Termin­ver­einbarung.

Zahnkorrekturen oder weiterführende Untersuchungen können an diesem Termin aus organisatorischen Gründen leider nicht durchgeführt werden, da uns für die Verabreichung des Sammelimpfstoffs nur ein Zeitfenster von etwa zwei Stunden zur Verfügung steht.

Terminvereinbarung

  • Vor- und Nachnamen
  • Telefon-Nummer
  • E-Mail Adresse
  • Anzahl der zu impfenden Kaninchen
  • 16.04.2026
  • 15 – 17 Uhr

Impfungen können Leben retten

Impfungen können Leben retten, das gilt auch für Kaninchen. Unsere Haus­kaninchen sollten alle, egal ob in der Wohnung oder im Freigehege lebend, gegen zwei lebensbedrohliche Viruserkrankungen geimpft werden, die RHD (=Rabbit Haemoragic Disease) und die Myxomatose.

a) RHD

Das RHD-Virus wird über direkten Kontakt von Tier zu Tier sowie indirekt über Vektoren wie kontaminierte Einrichtungsgegenstände, auf der Wiese gepflücktes Grünfutter oder Insekten übertragen. Es verursacht schwerwiegende Leberschädigungen sowie Störungen der Blutgerinnung mit starker Blutungsneigung (z.B. unstill­bares Nasenbluten), die innerhalb von 1-2 Tagen zum Tod der betroffenen Kaninchen führen.

Bisher wurde die RHD überwiegend durch das „klassische“ RHD-Virus (RHDV1) verursacht. Eine Jahres­impfung mit einem Kombinationsimpfstoff gegen RHD und Myxomatose zusammen lieferte einen ausreichenden Impfschutz. Zunehmend verbreitet sich nun jedoch in Deutschland eine neue Virusvariante (RHDV2). Auch im Main-Kinzig-Kreis ist es in den letzten Wochen leider bereits zu Todesfällen bei Hauskaninchen verursacht durch RHDV2 gekommen. Es ist noch nicht gesichert, ob der bisher verwendete Kombi­nations­impfstoff auch gegen diese Virusvariante ausreichend wirksam ist.
Deshalb wird bis auf Weiteres empfohlen, Einzelimpfstoffe getrennt gegen RHD und Myxomatose einzusetzen. Die Kaninchen müssen für einen ausreichenden Impfschutz zweimal im Abstand von 3 Wochen mit dem Impfstoff grundimmunisiert werden und danach jährlich nachgeimpft werden.

Ist ein Kaninchen in Gruppenhaltung an RHD erkrankt, sollten die Partnertiere möglichst schnell notgeimpft werden. An RHD verstorbene Kaninchen sollten nicht im Garten beerdigt werden, um eine Kontamination des Bodens und der Grünpflanzen mit dem sehr widerstandsfähigen RHD-Virus zu vermeiden. Betroffene Kaninchen können über den Tierarzt einem Tierkrematorium zugeführt werden.

b) Myxomatose

Auch die Myxomatose wird durch eine Virusinfektion verursacht, die Infektionswege entsprechen weitgehend der RHD. Erkrankte Kaninchen zeigen ausgeprägte Schleimhautschwellungen, z.B. um die Augen herum oder im Anogenitalbereich. Schluckbeschwerden und Atemnot bis hin zum Ersticken treten auf. Unterschiedlich große Hautknoten können das klinische Bild vervollständigen.

Die Myxomatose ist in Deutschland weit verbreitet und ist erst vor kurzem auch in unserer Region aufgetreten.